Ach darum macht Ihr ReactOS

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XP-Laie
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Ach darum macht Ihr ReactOS

Post by XP-Laie » Thu May 08, 2008 1:20 am

Hallo alle zusammen,

ich hatte mir auch diese ewig gleiche Frage gestellt und mich gefragt ob das nicht ein Kampf gegen Windmühlen ist aber... Es macht doch tatsächlich Sinn!

Wenn Microsoft seinen Support für Win XP einstellt und ihr dann langsam die Version 1.0 fertig bekommt, hat man ein System das man mit Millionen Usern und allen verfügbaren Treibern weiter pflegen kann und so absolut unabhängig von Microsoft ist. SUPER!!!

Bei Linux hat man nämlich das Problem, das man viele Distributionen hat und jede dieser Distributionen ist nicht ganz kompatibel mit den anderen Distributionen und wenn man jetzt noch bedenkt das jede Distribution alle Treiber für alle Peripheriegeräte selber schreiben muß dann..... DAS WIRD JA NIE WAS!

Dieses Problematik werdet Ihr nicht haben, denn die Treiber sind ja alle schon da, nur funktionieren müssen sie ja auch, also klein ist euer Projekt nicht aber die Herausforderung für die OPEN Soure Community.

Also ein klares WEITER SO LEUTE... denkt immer daran

Don Gichot gibt nicht auf! :lol:

Ey, fragt doch mal Richard Stallmann ob er mit macht. Das ist doch ein Projekt, ganz nach seinem Geschmack oder?

queue
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Re: Ach darum macht Ihr ReactOS

Post by queue » Thu May 08, 2008 7:42 am

XP-Laie wrote:Wenn Microsoft seinen Support für Win XP einstellt und ihr dann langsam die Version 1.0 fertig bekommt, hat man ein System das man mit Millionen Usern und allen verfügbaren Treibern weiter pflegen kann und so absolut unabhängig von Microsoft ist. SUPER!!!
Ja.
XP-Laie wrote:Bei Linux hat man nämlich das Problem, das man viele Distributionen hat und jede dieser Distributionen ist nicht ganz kompatibel mit den anderen Distributionen und wenn man jetzt noch bedenkt das jede Distribution alle Treiber für alle Peripheriegeräte selber schreiben muß dann..... DAS WIRD JA NIE WAS!
Nein. Vollkommen falsch.

Kein Distributor muss eigene Treiber schreiben. Treiber sind idealerweise Kernelmodule und stecken bereits in dem Quellcode drin, den man auf kernel.org bekommt. Dazu kommen meist noch bestimmte Patchsets, die die Distributoren aber nicht selbst schreiben, sondern nur zusammenstellen, und die nicht nur Treiber umfassen.
Slackware benutzt beispielsweise einen ungepatchten Kernel. Nach deiner Theorie dürfte Slack ja nun auf keiner Hardware laufen.

Ich benutze privat selbst Linux, ohne auf irgendwas verzichten zu müssen, ganz im Gegenteil. Da ich aber beruflich Windows benutzen und .NET-Anwendungen entwickeln muss, beobachte ich ReactOS aufmerksam.
Im derzeitigen Entwicklungsstadium, und das ist ganz normal (wir vergleichen 0.3.4 gegen 2.6.25), ist Linux haushoch überlegen. Selbst Windows-Programme und -Spiele sind einfacher unter Linux mit Wine zu betreiben, als unter ReactOS, speziell, wenn es um reale Hardware geht. Das wird nie was ist also die falsche Aussage... das ist schon was geworden. Nur eben etwas anderes als ReactOS es sein will.
XP-Laie wrote:Dieses Problematik werdet Ihr nicht haben, denn die Treiber sind ja alle schon da, nur funktionieren müssen sie ja auch, also klein ist euer Projekt nicht aber die Herausforderung für die OPEN Soure Community.
Es gibt bereits heute vereinzelt Hardware (und damit meine ich Consumer-Hardware, die bei Mediablöd und Co. rumsteht), für die es nur Vista-Treiber gibt. Allerdings werden auch Vista-Treiber *irgendwann* auf ReactOS laufen.
XP-Laie wrote:Ey, fragt doch mal Richard Stallmann ob er mit macht. Das ist doch ein Projekt, ganz nach seinem Geschmack oder?
Das bezweifle ich, Richard Stallman genaue Vorstellungen von einem Betriebssystem. Und diese Vorstellungen hat er auch mit GNU umgesetzt. Das es nun nicht sein HURD-Kernel sondern Linux geschafft hat, ist dabei nicht ganz so wichtig. Obwohl ihm ein Microkernel wohl immer noch besser gefallen würde.

XP-Laie
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Joined: Thu May 08, 2008 12:58 am

Post by XP-Laie » Thu May 08, 2008 3:53 pm

Im derzeitigen Entwicklungsstadium, und das ist ganz normal (wir vergleichen 0.3.4 gegen 2.6.25), ist Linux haushoch überlegen. Selbst Windows-Programme und -Spiele sind einfacher unter Linux mit Wine zu betreiben, als unter ReactOS, speziell, wenn es um reale Hardware geht. Das wird nie was ist also die falsche Aussage... das ist schon was geworden. Nur eben etwas anderes als ReactOS es sein will.
Ich bin ja ehrlich gesagt nur ein einfacher Benutzer. Nicht das ich auch schon mal Linux versucht hätte aber was ich da an Frust mit mir herumgeschleppt habe, sprengt wirklich alles.
Immer wieder habe ich Gründe gefunden nicht mit Linux arbeiten zu wollen, weil eine Software nicht verfügbar war oder die Software nicht nach meinen Ansprüchen funktionierte. Ich habe mich dann immer gefragt, wie soll denn Linux bei nicht so erfahrenen Benutzer wie mir ankommen? Ich würde sagen: Gar Nicht!
Der normaler Benutzer würde dieses System verfluchen und es für immer in die Hölle wünschen aber so schlimm ist es ja nun wirklich nicht, doch schlimm genug das man ReactOS schreiben muß, damit auch der normale Benutzer in den Genuß von Open Source Software gelangt.
Das schlimmste an Open Source ist das Mißverständnis das bei normalen Benutzern (übrigens auch bei mir!) vorherrscht, nämlich es sei Software die nichts kostet. Doch wie soll man einen normalen Benutzer dazu bekommen Linux auszuprobieren? Man muß Ihm das Betriebssystem schenken! Nun muß es ja nicht die neuste Version sein aber die Software sollte doch gewisse Ansprüche erfüllen.
Doch die Distributoren bringen es fertig und schenken einem unfertige Software, deren Funktionen nicht klappen oder die sogar eigentlich noch Alphastatus haben (ist mir bei einer Linux-Live CD passiert mit Open Office passiert!). So kann das nichts werden. Wenn einem dann bei Ubuntu sogar die Partion abhanden kommt, ist man entgültig von Linux geheilt und will nie wieder damit etwas zu tun haben. Hoffentlich passiert mir das mit ReactOS nicht aber deswegen warte ich schon gespannt auf die Beta Version. Die Live-CD funktioniert auf meinen Notebooks nicht. Thinkpad T21 und R30. Na was soll's, ist halt Alpha, kann man noch nicht großartig mit arbeiten. Es sei denn man wäre ein Programmierer :?

queue
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Post by queue » Thu May 08, 2008 6:47 pm

Hm, der Distributor (welcher auch immer) ist also so frech, und schenkt dir einfach eine Alpha-Version von OpenOffice? :oops:
Sowas Freches aber auch. Windows liefert doch gleich welche Office-Suite mit? Ach ja, Wordpad. :wink:

Wenn du stabile, excellent getestete Software suchst, dann kannst du natürlich keine Distribution verwenden, die auf bleeding edge, also das neueste vom Neuen setzt. Leider sind manche PC-Zeitschriften so drauf, vor ein paar Monaten gab es sogar Ubuntu-Alphaversionen mit dazu. Da ist klar, dass die Anwendungen auch noch nicht so weit sind.
Mit Debian stable beispielsweise passiert dir sowas nicht.

Du schreibst, du bist unerfahrener Anwender. Aber du möchtest ein Betriebssystem installieren und konfigurieren, vielleicht auch noch mit anderen Betriebssystemen zusammen auf der gleichen Festplatte, die erst dafür partitioniert werden muss.
In der umgekehrten Situation, also als Unix-Anwender das erste Mal Windows installieren (und zwar parallel zu einem bereits installiertem System) wäre ebenso eine Katastrophe.
Sowas ist nunmal keine Aufgabe für einen Benutzer, sondern für einen Administrator. Die Jungs verdienen nicht umsonst so viel Geld. (naja, viel ist relativ)

Als Windows-Anwender solltest du doch auch nicht Windows neu installieren. 80% können das auch gar nicht. Stattdessen bekommst du den PC fertig konfiguriert vom Händler oder der IT-Abteilung deines Unternehmens. Für den Privatanwender gibt es dann noch eine Recovery-CD mit den passenden Treibern vorinstalliert.

Linux-Distributionen wie Ubuntu haben eine sehr einfache Installationroutine, die einen erfahrenen Linux-Freak eher abschreckt, weil sie zu wenig Auswahl bietet. Dafür hat ein unerfahrener Nutzer zumindest die Chance, im Idealfall sein System selbst auftzusetzen, und das sogar, wenn bereits andere Systeme installiert werden, ohne diese zu beeinträchtigen.
Eine Chance ist aber keine Garantie, und wenn das nicht auf Anhieb klappt, dann braucht der Anwender Hilfe. Das ist bei Windows nicht anders.

Kurz: Sich aus der Perspektive des Anwenders allein an ein Thema wie Linux-Administration oder Migration heran zu wagen ist nur mit viel Lernbereitschaft (oder Glück) ratsam.

Ein vorkonfiguriertes Linux-System, z.B. von Dell oder den Asus Eee-PC zu verwenden ist dagegen sehr einfach, mindestens genauso einfach wie Windows.
Und genau so sollte Linux auch den Anwender erreichen.

Speedator
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Post by Speedator » Fri May 09, 2008 12:04 am

Habe gerade was gepostet, was hier in Teilen vielleicht auch gut passt: http://www.reactos.org/forum/viewtopic. ... 4&start=15

Alles in allem: Wie war das mit den Äpfeln udn Birnen? ;) (nicht böse gemeint)

Zum Thema Windows XP Ersatz: Ja, dass ist ein Ziel. Aber das "Einspringen", wenn der Support für Windows XP ausgelaufen ist, kann nicht das Ziel gewesen sein. Von 1.0 sind wir sicherlich noch 3-4 Jahre entfernt. Und wirklich zur gänze kompatibel ist es dann immer noch nicht(außer das wird so als 1.0 definiert, was natürlich nicht ganz seriös wäre und auch noch ein paar Jahre draufrechnen lassen würde).

Aber da erst könnte man wirklich Support liefern. Und ob da der wirklich noch so dringend ist, ist anzuzweifeln. Dann ist schon Vista nicht mehr aktuell und die Betriebsysteme könnten gänzlich neue Anforderungen bestehen müssen. Dann ist der Unterschied nicht mehr nur auf ein paar Gimmicks beschränkt, sondern auf essentielles. Dann wird Windows XP zu einem Nieschenprodukt wie Dos vielleicht heute. Das heißt nicht es ist schlecht, sondern einfach in gewisser Weise "nicht mehr mit der Zeit". Aus diesen Gründen wird man sich bei ReactOS, dann wohl auch auf neuere Windowsversionen konzentrieren und XP so nebenbei laufen lassen. Aber ein richtiger Support-Ersatz ist sicher nicht das Ziel, denn er ist im wichtigen Zeitrahmen wohl kaum zu bewerkstelligen.

Matthias
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Re: Ach darum macht Ihr ReactOS

Post by Matthias » Sat May 10, 2008 9:08 am

XP-Laie wrote:und wenn man jetzt noch bedenkt das jede Distribution alle Treiber für alle Peripheriegeräte selber schreiben muß dann.....
So ein Humbug...
XP-Laie wrote:Ey, fragt doch mal Richard Stallmann ob er mit macht. Das ist doch ein Projekt, ganz nach seinem Geschmack oder?
Nö. Die Treiber für Windows sind praktisch alle Closed Source, während Linux schon die meiste PC-Hardware anstandslos unterstützt, und zwar mit offenen Treibern.

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